Oberärztin Dr. med. univ.

Anita Rohrbacher

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Dipl. Notärztin

Ultraschall-Untersuchung

Ein ganzes Leben auf einem Bild.

Ultraschalluntersuchung bzw. Sonographie

Ein grundlegender Bestandteil eines Besuchs in meiner Ordination ist die Untersuchung mittels Ultraschall, auch Sonographie genannt. Hierbei liegt der Fokus auf Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcken, deren Gesundheit wesentlich für die Schwangerschaft ist. Die Eierstöcke enthalten die Eizellen, welche nach der Befruchtung durch männliche Spermien in der Gebärmutter zu einem Embryo heranwachsen. Mittels der in meiner Ordination vorhandenen modernsten medizinischen Ultraschall-Geräte, kann Ihre Gesundheit schmerzfrei und rasch festgestellt werden.

Ultraschall beim Frauenarzt – was wird untersucht?

Um die Gesundheit meiner Patientinnen aus gynäkologischer Sicht festzustellen, bedarf es einer genauen und zielgerichteten Untersuchung. Auffälligkeiten können bei Eierstöcken, Eileitern und Gebärmutter in verschiedenen Bereichen auftreten:

Eierstöcke
Zysten (Schmerzen verursachende Wasserblasen innerhalb der Eierstöcke)
Endometriose (Schmerzen verursachende blutgefüllte Zysten am Eierstock/Eileiter/Darm, etc.)
PCO Syndrom (=Poly-Zystisches-Ovar; erschwert das schwanger werden)

Eileiter
Eileiterverschluss (Verstopfung und Schädigung des Eileiters)
Eileiterschwangerschaft (Einnisten der Eizelle im Eileiter anstelle der Gebärmutter)

Gebärmutter
Myome (Schmerzen verursachender und eventuell schwangerschaftshemmender Knoten, welcher aus der Muskulatur der Gebärmutter entsteht)
Polypen (in der Schleimhaut der Gebärmutter vorkommende Knoten, die Krebs auslösen können)
Schleimhautveränderungen (Ursache für lange und starke Blutungen)

Auch wenn diese Liste beängstigend erscheint, so ist es doch nur ein kleiner Prozentsatz an Frauen die Probleme in diesen Bereichen hat. Vorsorge ist die beste Therapie. Sie brauchen keine Angst zu haben vor einem Besuch beim Gynäkologen bzw. der Gynäkologin.

Ultraschall während der Schwangerschaft

Ultraschall ist eine Technologie, die im Gegensatz zu Röntgen durch den Einsatz von Schallwellen vollkommen unschädlich ist. Die Gesundheit von Mutter und Kind wird somit nicht beeinträchtigt.
Eine Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft verfolgt zwei Ziele:

  1.  Beurteilung der Gesundheit des Embryos (<12 Wochen) oder Feten (>12 Wochen)
  2. Beurteilung ob Fehlgeburt oder vorzeitige Entbindung droht

Frühschwangerschaft

In der Frühschwangerschaft bis zur 12. Woche ist die Darstellung des Embryos aussagekräftiger über die Scheide (Vaginalultraschall). Dies ist für die werdende Mutter völlig schmerzlos. In jeder Schwangerschaftswoche, können verschiedene Merkmale der Gesundheit des im Mutterleib heranwachsendes Embryos festgestellt werden:

  • Nachweis einer gesunden Schwangerschaft
  • Exakte Bestimmung der Schwangerschaftswoche
  • Größe des Embryos
  • Eventuelle Zwillingsschwangerschaft
  • Identifikation eventueller Komplikationen (Trisomie 13, 18, 21)

Nackenfaltenmessung – Ausschluss der häufigsten Chromosom Störungen

Eine der häufigsten Fragen meiner schwangeren Patientinnen ist der Ausschluss von Trisomie 21. Dies kann zwischen 10. und 14. Schwangerschaftswoche via Ultraschall frühzeitig über die Dicke der Nackenfalte erkannt werden. Die Häufigkeit von Trisomie 13, 18, 21 liegt bei ca. 0,1% – 0,3%. Dies bedeutet, dass von 1000 Schwangerschaften etwa 1 – 3 Schwangerschaften Trisomie aufweisen. Das Risiko, dass genau Ihre Schwangerschaft betroffen ist, ist somit gering.

Die Genauigkeit dieser Untersuchung liegt bei 75% – 80%. Bei zusätzlicher Blutabnahme (=Combined Test; kombiniertes Testverfahren), kann die Trisomie bis zu 85% ausgeschlossen werden.

Praena-Test

Im Falle einer Auffälligkeit bei der Nackenfaltenmessung, können mittels Blutabnahme (=Praena Test) bei der Mutter nach der 9. Schwangerschaftswoche mit einer 99,7% Sicherheit folgende Erkrankungen ausgeschlossen werden:

  • Trisomie 13
  • Trisomie 18
  • Trisomie 21
  • Aneuploidie (=Chromosom Fehler)

Der Praena Test ist im Vergleich zur Chorionzottenbiopsie & Fruchtwasseruntersuchung vollkommen ungefährlich. Der Test ist frühzeitig durchführbar (9. Schwangerschaftswoche) und Testergebnisse sind nach einer Woche verfügbar.

Nebenbei kann auch schon das Geschlecht des Kindes festgestellt werden. Soll der Praena-Test trotz Unauffälligkeit der Sonographie ausschließlich zur Bestimmung des Geschlechts herangezogen werden, so ist mit Kosten von €580,- zu rechnen, die selbst getragen werden müssen.

Chorionzottenbiopsie & Fruchtwasseruntersuchung

Bei der Chorionzottenbiopsie (ab der 12. Schwangerschaftswoche möglich) und der Fruchtwasseruntersuchung (ab der 17. Schwangerschaftswoche) handelt es sich um die genausten Testverfahren zum Ausschluss von chromosomalen Erkrankungen. Sie sind Alternative zum Praena Test und werden bei Auffälligkeiten bei der Nackenfaltenmessung von der Krankenkasse übernommen. Allerdings besteht ein statistisches Risiko von 1% (10 von 1000 Schwangerschaften), dass es zu einer Blutung und Fehlgeburt kommt. Dieser Eingriff, sollte er notwendig sein, wird von Spezialisten aus meinem persönlichen Netzwerk in Spezialkliniken durchgeführt.

Mutter-Kind-Pass Untersuchungen

Laut Mutter-Kind-Pass sind während der Schwangerschaft insgesamt 3 Ultraschalluntersuchungen vorgesehen. Erfahrungsgemäß kommen die meisten Patientinnen zwischen 6 und 8 während dieser Zeit zum mir. Da mir Ihre, sowie die Gesundheit Ihres Kindes, besonders am Herzen liegt, führe ich bei jedem Ihrer Besuche eine ausführliche Sonographie durch.

Selbstverständlich erhalten Sie mehre Bilder Ihres ungeborenen Kindes. Sämtliche Ultraschalluntersuchungen sind im pauschalen Ordinationshonorar von €130,- enthalten. Kurze Videos sowie Bilder stelle ich Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung, sodass Sie eine Erinnerung an diese besonders schöne Zeit haben.

Fragen und Antworten Ultraschalluntersuchung

Die Untersuchung einer Frau oder eines Kindes mittels Ultraschall ist eine der elementaren Untersuchungsmethoden ohne Strahlenbelastung, bei der man die innerer Organe wie Eierstöcke und Gebärmutter aber auch ein ungeborenes Kind sehr gut untersuchen kann.

Abominalultraschall

Bei Kindern oder jungen Frauen die noch keinen Geschlechtsverkehr hatten, wird die Untersuchung über den Bauch durchgeführt. Dabei ist es besser, vorher nicht die Harnblase auf der Toilette zu entleeren. Beim Abominalultraschall wird ein warmes Gel zur besseren Leitfähigkeit auf den Bauch aufgetragen. Mittels eines Schallkopfes werden dann die einzelnen gynäkologischen Organe dargestellt. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und selbstverständlich erkläre ich Ihnen die einzelnen Untersuchungsschritte und Bilder.

Vaginalultraschall

Bei einer Frau die bereits Geschlechtsverkehr hatte, wird die Untersuchung über die Scheide durchgeführt. Da man so den weiblichen Organen deutlich näher ist, bekommt man ein deutlich besseres Ultraschallbild unabhängig vom Gewicht der Frau. Die Ultraschallsonde ist in diesem Fall natürlich stabförmig und wird ebenfalls mit Gel und einen sterilem Überzug versehen. Selbstverständlich hat auch der Vaginalultraschall keine Strahlenbelastung und schmerzt nicht.

Ultraschall in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft wird die Ultraschalluntersuchung bis zur 10. Schwangerschaftswoche stets über die Scheide durchgeführt, da sie über die Abdominalsonde noch nicht gesehen werden kann. Danach wird stets ein Vaginalultraschall zur Messung der Muttermundslänge (Hinweis auf vorzeitige Wehen) aber auch ein Abdominalultraschall zur Vermessung und Darstellung des Feten durchgeführt. Zusätzlich findet auch eine Dopplersonographie zur Durchblutungsmessung in der Nabelschnur statt. Selbstverständlich, sind all diese Untersuchungen im normalen Ordinationshonorar inbegriffen. Zudem werden für Sie Fotos und kurze Videos angefertigt.

In der 5. Schwangerschaftswoche lässt sich ein Fruchtsack von ca. 5mm erkennen, in der sechsten Woche einen Embryo von 3mm und erst in der siebenten Woche einen Embryo mit Herzaktion. Daher ist bei Beschwerdefreiheit eine Untersuchung frühestens in der siebten Woche sinnvoll.

Eine Ultraschalluntersuchung gehört zum Standard in der Medizin und ist in unserem Pauschalhonorar von €130 (Preisinformation Stand 1.1.2019) selbstverständlich enthalten. Inbegriffen sind Ultraschallbilder in Papierform als auch digital.

Beratung

Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Gynäkologie und Geburtshilfe

OÄ Dr. med. univ. Anita Rohrbacher

+43 1 879 56 85

+ 43 2784 202 47