Oberarzt Dr. med. univ.

Wolfgang Rohrbacher

Facharzt für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie
Gerichtlich Beeideter Sachverständiger

Korrektur ungleicher Brüste

Der harmonische Ausgleich einer Laune der Natur.

Korrektur ungleicher Brüste und Fehlbildungen

Die Brüste sind von Natur aus (wie alle doppelseitig angelegten Körperpartien) ein wenig asymmetrisch. Zum Problem wird die Brustasymmetrie erst dann, wenn diese stark ausgeprägt ist und die Brust von den betroffenen Frauen so nicht akzeptiert wird. Ungleiche oder fehlgebildete Brüste wie z.B. die tubuläre Brust, bedürfen spezieller, meist kombinierter Operationstechniken der Plastischen Chirurgie um Symmetrie und Form zu verbessern.

Brustasymmetrie

Soll die kleinere der beiden Brüste mittels Implantat vergrößert werden oder soll umgekehrt die größere Brust der kleineren angepasst oder zusätzlich gestrafft werden? Bei der Plastisch-chirurgischen Beratung gilt es vor allen Dingen die verschiedensten Möglichkeiten der Korrektur zu besprechen. Vor- und Nachteile des jeweiligen Verfahrens müssen individuell abgewogen werden.

 

Die Behandlung im Überblick

  • Eingriffsdauer:

    ca. 2 - 3 Stunden

  • Narkoseart:

    Allgemeinnarkose

  • Postoperative Schmerzen:

    minimal

  • Aufenthalt:

    1 Nacht stationär empfohlen

  • Arbeitsfähigkeit:

    ohne körperliche Belastung nach 2 Tagen

  • Sport:

    nach 6 Wochen

  • Tragen eines Stütz BH für 6 Wochen empfohlen

Fragen und Antworten Brustasymmetrie

Allgemeinanästhesie, oft auch als “Vollnarkose” bezeichnet, ist ein dem Tiefschlaf ähnlicher Zustand, der durch Medikamente hervorgerufen wird. Damit der Patient einschläft, werden die Narkose-Medikamente über eine Armvene verabreicht. Zusätzlich wird durch die Gabe starker Schmerzmittel eine Ausschaltung des Schmerzempfindens gewährleistet. Nachdem der Patient eingeschlafen ist, wird die Allgemeinanästhesie im weiteren Verlauf entweder durch intravenöse Medikamente als total-intravenöse Anästhesie (TIVA) oder als Inhalationsanästhesie durch Narkosegase, die dem Beatmungsgas in Form von sauerstoffangereicherter Luft zugemischt werden, aufrechterhalten. Oftmals müssen wir auf Grund des operativen Eingriffs Medikamente geben, die eine totale Muskelentspannung bewirken. Dadurch ist auch die Atemmuskulatur betroffen. Daher ist es notwendig, die Atemfunktion durch eine künstliche bzw. maschinelle Beatmung zu ersetzen. Damit die Luft sicher in die Lunge des Patienten gelangt, wird ein spezieller Beatmungsschlauch, der Tubus, im Rahmen der Narkoseeinleitung in die Luftröhre gelegt. Bei kürzeren Eingriffen kann anstatt des Tubus eine Larynxmaske verwendet werden. Sie liegt vor dem Kehlkopfeingang und dichtet die inneren Atemwege ab. Wenn die Operation zu Ende ist, wird die Narkose beendet. Bei der Ausleitung der Narkose wird die Zufuhr der Narkosemedikamente über die Infusion oder die Beatmung beendet. Die Wirkung klingt daraufhin relativ schnell ab, und der Patient erwacht bereits nach wenigen Minuten. Wenn der Patient erwacht und wieder gute Schutz- und Atmungsreflexe hat, wird der Tubus oder die Larynxmaske entfernt – die Narkose ist vorüber. Unmittelbar nach der Narkose ist der Patient häufig noch müde. Um diese Phase des vollständigen Erwachens gut überwachen zu können, wird der Patient in den sogenannten Aufwachraum gebracht, wo er weiter vom Anästhesisten und Pflegepersonal überwacht wird. Er erhält bei Bedarf Schmerzmittel. Die Stabilität der Organfunktionen, zum Beispiel des Kreislaufes und der Atmung, wird sichergestellt. Wenn alles in Ordnung ist, wird der Patient in sein Zimmer zurückgebracht, oder, bei ambulanten Eingriffen, in Begleitung nach Hause entlassen.

Handelt es sich um ungleiche Brüste mit beidseits ausreichendem Volumen, so kann die größere der beiden Brüste in Größe und Form auf das notwendige Maß reduziert werden. Ein Implantat wäre nur notwendig, wenn die kleinere der beiden Brüste ein zu geringes Volumen aufweist, um ein proportioniertes Ergebnis zu erzielen.

Ziel jeder Korrektur ist es, möglichst wenige Narben an möglichst unauffälliger Stelle zu hinterlassen. Da die operative Angleichung unterschiedlich geformter und unterschiedlich großer Brüste meist auch unterschiedliche Operationstechniken erfordert, können Länge und Lokalisation der Narben auf beiden Seiten unterschiedlich verlaufen. Während bei alleiniger Vergrößerung einer Brust die Narbe im Bereich der Unterbrustfalte am Rande des Brustwarzenhofes oder auch im Achselbereich platziert werden kann, verlaufen die Narbenlinien bei Verkleinerungen und Straffungen der jeweiligen Brust um den Brustwarzenhof und, je nach Ausgangssituation auch vom Warzenhof Richtung Brustfalte verlaufend, mehr im Sichtbereich. Die anfängliche Rötung der Narben blasst im Rahmen des natürlichen Narbenreifungsprozesses im Laufe der Wochen und Monate nach der Brustkorrektur ab, sodass die Narben in der Regel nach ca. 1 Jahr nur mehr als feine weiße Linien kaum mehr wahrnehmbar sind.

Jede Schwangerschaft verursacht Veränderungen der Brüste, unabhängig davon, ob diese bereits korrigiert wurden oder nicht. Um ein optimales Langzeitergebnis zu gewährleisten, wäre die Korrektur ungleicher Brüste sicherlich nach Abschluss der Familienplanung am sinnvollsten. Leider tendieren Ungleichheiten der Brüste, wenn nicht in so hohem Maße, im Laufe der Jahre wieder aufzutreten, zumal unterschiedliche Gewebeeigenschaften, die Verwendung von Implantaten, etc. die zeitlichen Veränderungen der Brüste beeinflussen, sodass spätere Nachkorrekturen auch ohne Schwangerschaft nicht selten wünschenswert erscheinen. Sollte in naher Zukunft noch keine Schwangerschaft geplant sein, macht es durchaus Sinn, in Ihrem Alter die Korrektur vorzunehmen, um sich mit dem verbesserten femininen Aussehen die kommenden Jahre wohl zu fühlen.

Korrekturen der Brust, die mit der Entfernung von Drüsengewebe einhergehen wie bei einer Brustverkleinerung, können die Stillfähigkeit beeinträchtigen. Bei allen formenden Eingriffen wird jedoch versucht, ein Maximum an Drüsengewebe zu erhalten und dessen Funktion möglichst wenig zu beeinträchtigen, sodass Stillen in den meisten Fällen auch möglich sein wird und versucht werden sollte. Kommt es zu einem Milchstau, muss abgestillt werden um Entzündungen zu vermeiden. Bei alleinigen Brustvergrößerungen und Straffungsoperationen wird die Stillfähigkeit in der Regel nicht beeinträchtigt.

Beratung

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Plastische Chirurgie

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